Im Rahmen der zweiten Ausgabe von âDesign in Transition by Lights of Viennaâ diskutierte eine Expertenrunde um Matias del Campo, Thomas Feichtner und Boris Podrecca ĂŒber die Auswirkungen von KĂŒnstlicher Intelligenz auf Design, Architektur und kreative Prozesse. Unter den mehr als 80 GĂ€sten: Designer Atil Kutoglu, KĂŒnstlerin Elisa Alberti, Ballerina Rebecca Horner, Designer Tino Valentinitsch sowie zahlreiche Vertreter aus Kunst, Kultur, Design und Architektur.
Wien â Wie verĂ€ndert KĂŒnstliche Intelligenz die Art und Weise, wie wir gestalten, entwerfen und produzieren? Welche Rolle spielt der Mensch kĂŒnftig im kreativen Prozess? Und entsteht durch den Einsatz generativer KI eine neue Formensprache? Diesen Fragen widmete sich die zweite Ausgabe der Veranstaltungsreihe âDesign in Transition by Lights of Viennaâ, die gestern Abend unter dem Titel âGenerative AI and the New Logic of Formâ im Bridge Club in Wien stattfand.
Das Podium war ebenso hochkarĂ€tig wie diskussionsfreudig: Unter der Moderation von Martin Traxl diskutierten der Architekt und KI-Forscher Matias del Campo, der international renommierte Architekt Boris Podrecca sowie Industrie-Designer Thomas Feichtner ĂŒber die tiefgreifenden VerĂ€nderungen, die generative KI derzeit in Architektur, Produktdesign und kreativen Prozessen auslöst. Im Mittelpunkt standen die Chancen und Herausforderungen algorithmischer Systeme sowie deren Einfluss auf KreativitĂ€t, Entwurfsprozesse und die Gestaltung unserer gebauten und gestalteten Umwelt.
Die Diskussion machte deutlich, dass KĂŒnstliche Intelligenz lĂ€ngst nicht mehr nur als technisches Werkzeug betrachtet werden kann. Vielmehr verĂ€ndert sie zunehmend die Art und Weise, wie Ideen entwickelt, EntwĂŒrfe generiert und Entscheidungen im Designprozess getroffen werden. Gerade im Bereich der Lichtgestaltung eröffnen KI-gestĂŒtzte Prozesse neue Möglichkeiten, Lichtstimmungen, rĂ€umliche AtmosphĂ€ren und individuelle Leuchtenkonzepte bereits in frĂŒhen Entwicklungsphasen zu visualisieren und weiterzuentwickeln. Im Zentrum standen dabei Fragen nach KreativitĂ€t, Autorenschaft und der Rolle des Menschen in einer zunehmend von Daten und Algorithmen geprĂ€gten Welt.
Thomas Feichtner betonte die VerÀnderungen, die KI bereits heute im Designprozess bewirkt:
âKI erleichtert den Designprozess. Gute Konzepte werden schneller sichtbar, kuratorische FĂ€higkeiten werden wichtiger, wĂ€hrend rein formalĂ€sthetische DesignzugĂ€nge zunehmend beliebiger werden.â
Auch Boris Podrecca verwies auf die Tragweite der aktuellen Entwicklungen:
"Generative KI ist eine globale Chance mit ungewissem Ausgang.â
Matias del Campo hob hervor, dass die Auswirkungen von KĂŒnstlicher Intelligenz weit ĂŒber die EinfĂŒhrung eines weiteren digitalen Werkzeugs hinausgehen und kĂŒnftig alle Bereiche des Gestaltens beeinflussen werden. Im Verlauf des Abends wurde insbesondere die Frage diskutiert, auf welchen Grundlagen KI-Systeme arbeiten und welche Bedeutung die Daten haben, mit denen diese Modelle trainiert werden.
âDie entscheidende Frage ist nicht, ob die Maschine den Gestalter ersetzt. Die entscheidende Frage ist, wem die Daten gehören, mit denen diese Systeme lernen, und welche Kultur sich darin abbildet. Wer die Daten gestaltet, gestaltet das Design von morgenâ
, so del Campo.
DarĂŒber hinaus wurde die Rolle von KI ĂŒber den eigentlichen Entwurfsprozess hinaus thematisiert. Die Technologie begleitet Produkte und Projekte zunehmend ĂŒber ihren gesamten Lebenszyklus hinweg â von der ersten Idee bis zu Fragen der Weiterverwendung und Ressourceneffizienz. Die Diskussion zeigte dabei deutlich, dass die Verbindung von menschlicher KreativitĂ€t und technologischer Innovation kĂŒnftig zu den zentralen Herausforderungen und Chancen fĂŒr Design, Architektur und Produktentwicklung zĂ€hlen wird.
Mit der Veranstaltungsreihe Design in Transition schafft Lights of Vienna eine Plattform fĂŒr den Austausch ĂŒber jene Entwicklungen, die die Zukunft von Design, Architektur und Kreativwirtschaft prĂ€gen. Die zweite Ausgabe der Reihe zeigte eindrucksvoll, wie stark KĂŒnstliche Intelligenz bereits heute gestalterische Prozesse verĂ€ndert und welche Fragen sich daraus fĂŒr Kreative, Unternehmen und die Gesellschaft ergeben.
Die Diskussion machte zugleich deutlich, dass technologische Innovation und menschliche KreativitĂ€t nicht als GegensĂ€tze verstanden werden mĂŒssen. Vielmehr eröffnet die Verbindung von gestalterischer Expertise und neuen digitalen Möglichkeiten neue Perspektiven fĂŒr die Entwicklung von Produkten, RĂ€umen und Ideen. Genau an dieser Schnittstelle setzt Design in Transition an und fördert den Dialog zwischen unterschiedlichen Disziplinen, Perspektiven und Generationen.
Die GĂ€ste in alphabetischer Reihenfolge: Elisa Alberti (KĂŒnstlerin), Martina Cerny (GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Making Of), Matias del Campo (Architekt), Thomas Feichtner (Industrial Designer), Mercedes Geissberger (KĂŒnstlerin), Albert Handler und Ulrike Tschabitzer-Handler (Brand Unit), Elisabeth Himmer-Hirnigel (Grande Dame der PR), Rebecca Horner (Ballerina Staatsoper), Mato Johannik (Fotograf), Brigitte Just-Kolonovits (KĂŒnstlerin), Helga Krobath (Galeristin), Atil Kutoglu (Designer), Sabine Mitterbacher (Marketingleitung Lights Of Vienna), Martin Mostböck (Architekt), Reinhard Neussner (Herausgeber Aurum Magazin), Alexander Oborny (CEO Lights Of Vienna), Boris Podrecca (Architekt), Gloria Traxl (CEO PR International), Martin Traxl (Kulturchef ORF).
Mit der neuen Designkollektion und der Plattform âDesign in Transitionâ erweitert Lights of Vienna sein Profil â vom Hersteller individueller Lichtlösungen hin zum aktiven Impulsgeber im österreichischen Designdiskurs.
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